Archiv Gloggelade

April 1989—April 2009

Geschichte des Gloggelandes

„Dritt-Welt-Laden Steckborn nach 10 Jahren in neuem Kleid” lautet die Überschrift vom 25. April 1989 im Bote vom Untersee zur Eröffnung des neu konzipierten Gloggeladens. Wie alle Dritt-Welt-Läden wollte der Gloggeladen ein Zeichen der Gerechtigkeit und Solidarität mit den Produzenten setzen – Pionierarbeit für das, was heute mit dem Label „Fair Trade” bezeichnet wird.

Der Gloggeladen wurde von 1989 bis 2009 mehrheitlich durch Freiwilligenarbeit betrieben und konnte damit regelmässige Öffnungszeiten und ein stattliches Angebot an frischen, biologischen Lebensmitteln, Produkten aus fairem Handel und kunsthandwerklichen Geschenkartikeln anbieten.

Zu seinem 20. Geburtstag wurde der Trägerverein aufgelöst, und die Liegenschaft „Haus zur Glocke” ging damit an die Turmhof Stiftung.

Bewirtung der Glocke

Das Beizli im Ofenzimmer des 1. Obergeschosses im „Haus zur Glocke” wurde durch den Trägerverein Gloggeladen am Martinimarkt und an weiteren Anlässen mit einer Festwirtschaft geführt. In der warmen Stube konnte man sich bei einfachen Gerichten, sowie bei Kaffee und Kuchen, bedient vom Team des Gloggeladens, aufwärmen und dabei einen Blick auf das Treiben in der Seestrasse werfen.

Pionierin und Bewohnerin

Als eigentliche Begründerin des Gloggeladens hat Suzanne Trautweiler als langjährige Hausbewohnerin bereits in den 80er Jahren Produkte aus sogenannten Drittweltländern, namentlich Textilien aus dem Projekt eines nordindischen Lepradorfes, im Ladenraum angeboten. Die Bildeindrücke dieses Verkaufsraumes sind vor dem Hochwasser von 1984. Die hölzernen Einbauschränke und der Boden mussten danach wegen Wasserschäden entfernt und durch schimmelsichere Materialien ersetzt werden. Davon zeugt der Betonboden bis heute.

Team des Gloggelandens

Christine Krucker, Doris Elser, Ursina Meli, Christa Stettler, Ruth von Känel

Langjährige Präsidentin: Kathrin Hipp