Raum im Raum im Raum

25.11.–17.12.17

Das Ausstellungsprojekt thematisiert den Raum in seiner Verschachtelung in unterschiedlichen
Medien. So kann der Titel durchaus in Bezug auf die Räume des Hauses zur Glocke gelesen werden, welche
gleichzeitig geschichtsträchtige Erzählräume sind, so wie sie auch die Möglichkeit
von Denkräumen oder illusionistischen Räumen öffnen.
Nora Schiedts Malereien basieren auf Wahrnehmungen beim Spazieren durch die
Stadt. Sie interessiert sich für das Entstehen von Spur und wie diese im Pinselduktus
erscheint. Doch diese Spur kann gleichzeitig auch als das eigene Gehen verstanden werden, wenn sich die Malerin durch die Stadt bewegt und schaut. Nora Schiedt nutzt in ihrer Arbeit diese Pendelbewegung,
das Hin und Her zwischen Malen und Spazieren.
Jürg Hugentobler hat fürs Haus einen „Horizont“ geschaffen, der Bezug nimmt auf
den Riegelbau der Glocke, mit seinen diversen geologisch und historisch bedingten
Verschiebungen von Decken und Wänden. In seinen „Fotografien“ simuliert Jürg Hugentobler Situationen, die durch Licht und Schatten atmosphärische Räume erzeugen, die es so nie gab, die wir uns aber über die Fotografie vorstellen können.
Das Künstlertrio JocJonJosch wird eine Woche als Kollektiv im Haus zur Glocke in Steckborn arbeiten. Das Trio stellt sich der Frage, ob und wie gemeinsam an einer künstlerischen Form — wie zum Beispiel der Zeichnung — gearbeitet werden kann. So legt sich JocJonJosch immer wieder neue „Spielregeln“ fest, welche die Parameter der Zusammenarbeit definieren und beeinflussen.